BONES OF WATER
- Crystal Schüttler
- 25. März
- 2 Min. Lesezeit
Ein Tanzstück.
BONES OF WATER bewegt sich durch körperlich gespeicherte Erinnerungen. Erinnerungen, die wir schon im embryonalen Zustand und auf zellulärer Ebene abspeichern – im Fruchtwasser, den Körper- und Zell-Flüssigkeiten, dem „Inneren Ozean“. Durch Prozesse von Entstehen und Vergehen, durch ein Dazwischen im Wandel von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind wir immer wieder neu, ein Gebilde aus Wasser. Die Performance erforscht, wie Erfahrenes im Körper weiterlebt, sich verwandelt und unser Handeln prägt. Die Tänzer*innen werden zu Erinnerungskörpern: durchlässig, widerständig, fließend.
Wasser ist das zentrale Leitmotiv des Tanzstücks – formend und form-los, still und zerstörerisch zugleich. Es speichert, verbindet, trennt und geht in Resonanz. Wie Wasser tragen auch wir Spuren von Urzeiten in uns. Es zirkuliert durch unsere Körper, bewahrt und überträgt – als stilles Archiv der Zeit. Der Körper wird zum Gefäß, zum Orchester aus Knochen, Sehnen, Muskeln und geflüsterten Worten. Erinnerungen erscheinen als Zustände, zwischen Gegenwart und Vergangenem: als Druck, Nachgeben, als Spur, Wasser in uns, als eine verklingende Geschichte...
BONES OF WATER lädt ein in einen Raum, in dem Zeit weich wird und Grenzen sich verschieben. Was bleibt, wenn etwas vergeht? Und was trägt uns weiter?
Konzept & Idee: Crystal Schüttler
Tanz: Crystal Schüttler, Pawel Konior, Richard Oberscheven, Sarah Herr
Musikdesign & Komposition: Richard Oberscheven
Beschreibung.
BONES OF WATER ist ein zeitgenössisches Tanzstück mit vier Tänzer*Innen auf der Bühne. Der Research auf dem das Tanzstück basiert, dreht sich um Konzepte aus dem Body Mind Centering, als somatische Bewegungsprinzipien, die tief in die Welt der Anatomie reichen und auf diese Weise den inneren Ozean berühren und unsere Verbindung, als Menschen und Lebewesen, mit dem Wasser.
Ohne Wasser kein Leben.
Ganz einfach.
Das Tanzstück ist eine Collage aus Erinnerung, Leben und Tod, Werden und Vergehen und beschäftigt sich mit den philosophischen Texten von Jean-Luc Nancy „Die Ausdehnung der Seele“, die tief in die Anatomie als philosophisches Konstrukt zwischen Körper und Beseeltheit eintaucht.
Das Stück verwendet verschiedene, künstlerische Mittel, wie Bewegung aus dem zeitgenössischen Tanz und etabliert aus dem BMC, Partnering aus der Contact Improvisation heraus entwickelt und Sprache, im Sinne von gelesenen Textfragmenten und Stimm-Summen. Es macht die Inhalte sinnlich erfahrbar, da zu Beginn eine interaktive Einleitung mit dem Publikum stattfindet, in der Fotografien gezeigt werden, gesprochen und erzählt wird, ein Skelett in Lebensgröße und ein Schwamm angefasst werden kann. Am Ende des Stücks kann das Publikum in Bild und Wort ihre Eindrücke auf einer großen Papierrolle verewigen und sich noch einmal das Research-Material anschauen, wie Bücher, und oben genanntes.
Die Musik ist zum Teil eine Eigenkomposition von Richard Oberscheven mit eingesprochenen Texten, als auch eine Collage oder eigenstehenden Tracks von Jana Winderen, Loscil, der finnischen Musikerin Sarah Palu und Alva Noto.
Es ist ein Tanzstück, welches sowohl musikalisch, als auch körperlich unter die Haut geht.2
















































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